Kur- und Verkehrsverein Scheidegg Allgäu
Kur- und Verkehrsverein Scheidegg e. V. 



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Scheidegg

Die Geschichte des Kur- und Verkehrsvereins Scheidegg e. V.,

gegründet unter dem Namen „Verschönerungsverein“ am 3. April 1902 von mehreren weitdenkenden Männern unter dem Vorsitz des praktischen Arztes Dr. Lang, ein gebürtiger Oberammergauer. Als Grund der Vereinsgründung darf die Eröffnung der Bahnlinie Röthenbach - Scheidegg am 1. Oktober 1901 und deren enorme Bedeutung, nicht nur für die örtliche Wirtschaft, angesehen werden.

Als Zweck des Vereins, der übrigens der erste dieser Art im Westallgäu war, wurde nicht nur die Ortsverschönerung in die Satzung aufgenommen, sondern auch das Hegen und Pflegen von Wegen sowie der Erhalt bestehender Anlagen bzw. – zur Hebung des Fremdenverkehrs – neue anzulegen. „Fremden, welche hierorts längeren Aufenthalt zu nehmen gedenken, soll durch Wohnungsverzeichnis und Aufschluss über die örtlichen Verhältnisse tunlichst entgegengekommen werden.“

Der Jahresbeitrag kostete damals zwei Mark; sonst ist aus den Anfangsjahren des Vereins nicht viel erhalten. Vor 1910 wurde am Scheidegger Hammerweiher bereits eine Badeanstalt betrieben. In den Jahren 1912 bis 1916 entstand bei Oberschwenden dann die Prinzregent-Luitpold-Kinderheilstätte; dieses Haus war für den Fremdenverkehr von entscheidender Bedeutung.

Die Entwicklung Scheideggs zum Ferienort wurde durch die Wirren des 1. Weltkriegs unterbrochen. 1921, in der ersten Generalversammlung des Vereins nach dem Krieg, berichtete der Vorstand, dass in den Nachkriegsjahren Fremde wegen der Nahrungsmittelknappheit nicht so gern gesehen waren, aber das Nachlassen der Strohhutfabrikation, das die Bevölkerung auf andere Erwerbsmöglichkeiten verweise, gebe dem Verschönerungs- und Fremdenverkehrsverein wieder eine Existenzberechtigung.

1925 wurde in einer außerordentlichen Versammlung dann durch Satzungsänderung der Verkehrsverein geboren. Im gleichen Jahr wurde übrigens auch der Höhenweg zur öffentlichen Benutzung freigegeben. In den folgenden Jahren wurden dann immer wieder Prospekte herausgebracht sowie Blumenschmuckprämierungen vorgenommen oder Ruhebänke erstellt.

Ab 1930 steht den Gästen in der alten Schule dann erstmals ein Lesezimmer zur Verfügung, das mit verschiedenen Tagesblättern bestückt war, ebenso war bereits ein Winterprospekt vorhanden. 1935 wird dann das Alpenfreibad gebaut und Scheidegg ein Jahr später zum Höhenluftkurort ernannt. 1934 setzt auch in Scheidegg der Strom der KdF-Urlauber ein, der dem Ort enorme Zuwachsraten beschert. So mussten in einer Nacht des Jahres 1938 1.600 Gäste untergebracht werden. Dieser Aufschwung ging aber bei Kriegsausbruch und in den Folgejahren stark zurück und kam völlig zum Erliegen.

Nach den schweren Kriegsjahren war der Wiederanfang sehr beschwerlich, aber am 15.03.1951 wurde er mit dem 1. Vorsitzenden Hans Bildstein angegangen, der gleichzeitig Verkehrsamtsleiter war. Durch die erfreuliche Entwicklung des Fremdenverkehrs in den 1950er Jahren, ausgelöst durch das Wirtschaftswunder, mussten beide Ämter wieder getrennt werden und das Amt des 1. Vorsitzenden wurde dann von Bernhard Hauber ausgeübt. Hans Bildstein konnte sich so voll auf die erforderlichen Aufgaben wie der Neutaxierung der Fremdenzimmer, der Ortsverschönerung und der Neugestaltung der Werbung widmen.